Eschede - 19 Jahre danach...

Eschede - Ein dauerhafter Eintrag im kollektiven  Gedächtnis der Deutschen. Durch einen Zufall bin ich am Wochenende dort vorbei gefahren und schaute mir die Gedenkstätte an.

Ich erinnere mich auch noch ziemlich genau.

Das Inferno an der Bahnbrücke zeigte uns damals sehr deutlich aufwie gefährlich der Fortschritt sein konnte,

wenn er nicht wirklich  restlos ausgegoren war.

Ein Radreifen brach aufgrund einer Materialermüdung!

Das Chaos nahm somit seinen Lauf, es geschah eine Verkettung von Ereignissen, die den ICE "Wilhelm Conrad Röntgen" letztendlich zum Entgleisen und damit verbunden in ein fürchterliches Todes- Inferno steuerten. Seit 1998 hatte ich irgendwie den Wunsch in mir verspürt, den Ort des schrecklichen Unglücks aufzusuchen. So tief hatten mich die Bilder damals berührt. Vielleicht war mein Wunsch aus dem Mitgefühl gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen entstanden. Vielleicht war es aber auch die Angst, selber mal in eine ähnliche Situation geraten zu können, die mich bis heute so sehr noch mit Gedanken an diesen Unfall beschäftigte. Eine Situation, auf die man selber keinen Einfluss mehr hat.

Vielleicht auch der Grund für meine Flugangst. Auch konnte ich damals nicht verstehen, das Menschen einfach so verschwinden konnten,- spurlos, durch die gewaltigen Kräfte, die bei derartigen Unglücken freigesetzt werden. Nun sind es bald zwanzig Jahre danach. Ich hatte den Ort auf mich wirken lassen und festgestellt, das von ihm eine noch immer spürbare, unangenehme Atmosphäre auszugehen schien.  Viele Menschen kommen dort bis heute ständig noch hin. Kaum eine Minute, in der nicht die nächsten andächtigen Gesichter dort zu sehen sind. Wir standen gemeinsam im Gedenken an die vielen Toten, allesamt offensichtlich immer noch sehr tief berührt...

Kommentar schreiben

Kommentare: 0